Hartweizen
Jeder Deutsche nimmt fast täglich Hartweizen zu sich. Denn diese Weizensorte wird für die Herstellung von Teigwaren verwendet und da jeder Bundesbürger ungefähr sieben Kilo Nudeln im Jahr verspeist, ist der Bedarf an Hartweizen hoch. Sogar so hoch, dass die Europäische Union einen Ausfuhrzoll auf dieses Rohprodukt erhoben hat. Da der Anbau von Hartweizen in Europa den Bedarf nicht denken kann, sollen auf diesem Weg weitere Engpässe vermieden werden. Ein Großteil des benötigten Hartweizens, man geht von über 80 Prozent aus, muss jährlich aus anderen Staaten in die Europäische Union importiert werden.
Pflanzenmerkmale und Verbreitungsgebiet
Hartweizen ist auch unter dem Namen Durumweizen bekannt, welcher sich vom botanischen Begriff triticum durum ableiten lässt. Der Anbau der Pflanze erfolgt vor allem im Mittelmeerraum und in Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Auch in einigen nordamerikanischen Regionen wächst Hartweizen. Wichtig für das Wachstum sind vor allem das Vorhandensein eines nährstoffreichen Bodens, viele Sonnenstunden, warme Temperaturen und eine eher geringe Niederschlagmenge. Sind diese Bedingungen gegeben, kann der Hartweizen eine Höhe zwischen 80 und 150 Zentimetern erreichen. Allein die Ähre, die längliche Blüte des Weizens, kann bis zu sechs Zentimeter erreichen. Ähnlich wie beim Roggen hat die Ähre des Hartweizens eine eher rundliche Form.
Unterschied zwischen Hart- und Weichweizen
Im Unterschied dazu erreicht der Weichweizen, die wichtigste Weizensorte, mit Durchschnittswerten zwischen 40 und 100 Zentimeter eine deutlich geringere Wuchshöhe. Allerdings ist die Ähre meist mehrere Zentimeter länger als beim Hartweizen. Auch die Körner der beiden Weizensorten unterscheiden sich. Während die meisten Weizenkörner weißlich sind, können die Körner des Hartweizens als glasig und goldgelb beschrieben werden.
Hartweizen in der Nahrungsmittelindustrie
Das Korn des Hartweizens kann auf unterschiedliche Art und Weise weiterverarbeitet werden. Aufgrund verschiedener Eigenschaften, wie zum Beispiel Klebearmut, wird Hartweizen überwiegend für die Herstellung von Teigwaren verwendet. Zusammen mit Wasser und Salz entsteht aus den zerkleinerten goldgelben Körnern die klassische italienische Pasta. Aber auch andere Nahrungsmittel, wie Couscous und Bulgur, werden aus Hartweizen hergestellt.
