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Hopfen

Hopfen

Die Verwendung von Hopfen

Im Jahr 2007 wurde der Hopfen (botanisch: Humulus lupulus) zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Er gehört, ebenso wie Cannabis (Hanf), zur Familie der Cannabaceaen. Allerdings enthält Hopfen kein THC und zählt somit nicht zu den Rauschmitteln.

Hopfen

Bild: RainerSturm – pixelio.de

Die Pflanze wirkt aber ebenso beruhigend auf das Nervensystem und wird in der Arzneimittelindustrie für Teemischungen oder auch in Beruhigungs-Dragees verwendet.

Hopfen ist gesund

Die in Hopfen enthaltenen Bitterstoffe wirken bakterientötend und in Form von Tee oder Pillen hilft er zu entspannen, sich nach einem hektischen Alltag wieder zu beruhigen und besser einschlafen zu können.

Bei einem Östrogenmangel kann ein Hopfentee den Hormonspiegel unter Umständen ins Gleichgewicht bringen. In Hopfen sind Phytohormone enthalten, die dem Östrogen in gewisser Weise ähneln. Allerdings sollte zu Beginn der Wechseljahre auf diesen Tee verzichtet werden, denn in dieser hromonellen Übergangsphase herrscht im Körper eher ein Östrogenüberschuss und es fehlt das Progesteron. Außerdem sollte hopfenhaltiger Tee nicht übermäßig konsumiert werden, denn zur Folge könnte es durch die dem Östrogen sehr ähnlichen Stoffe zu einem sogenannten Bierbauch kommen.

Auch bei Verdauungsbeschwerden kann Hopfen äußerst hilfreich sein, denn er lindert die Symptome bei nervösem Magen und regt die Verdauung an.

Hopfen

Bild: Christoph-Aron – pixelio.de

Hopfen und Malz…

Vor allem aber wird Hopfen beim Bier-Brauen verwendet. Gegen Ende August werden die Ranken abgeschnitten und die weiblichen Dolden abgetrennt. Diese kommen zur Weiterverarbeitung, werden zuerst einmal getrockner und später, zumindest in den meisten Fällen, zu Pellets gepresst, die dann an die Bierbrauereien geliefert werden.

Die in den Lupulindrüsen, die sich im Inneren der Dolden befinden, gespeicherten Bitterstoffe und ätherischen Öle lassen den Hopfen für Brauereien unversichtbar werden.

Die Bitterstoffe, die durch eine Würzkochung wasserlöslich werden, verleihen dem Bier die angenehme, leicht bittere Würze. Die enthaltenen ätherischen Öle sind für das jeweilige besondere Aroma des Bieres zuständig.

Desweiteren enthält Hopfen Tannin, einen Gerbstoff, der sich bei der Würzkochung mit den in der Würzbrühe enthaltenen Proteinen verbindet und aufflockt. So können diese unliebsamen Nebenprodukte, die sich „Bruch“ nennen, später leicht ausgesiebt werden. Hopfen hat außerdem eine antiseptische und bakterienhemmende Wirkung, was in großem Maße auch zur recht langen Haltbarkeit des Getränks beiträgt.

Wie und wo wächst Hopfen?

Echter Hopfen, der vor allem zum Bierbrauen und zu medizinischen Zwecken verwendet wird, stammt zum größten Teil von der nördlichen Erdhalbkugel. Im Frühjahr wird der Echte Hopfen in sogenannten Hopfengärten kultiviert. Dort rankt er sich an Klettergestellen bis zu sieben Meter in die Höhe. Ein besonders großes, deutsches Anbaugebiet ist die bayrische Hallertau.

Typisch für den Hopfen sind seine gezackten Blätter und die grünlich-gelben Dolden (Ähren, Zapfen). Nur die unbefruchteten Dolden der weiblichen Pflanze werden zur Weiterverarbeitung verwendet. Die männlichen Pflanzen bilden nur kleine Ähren, die nicht zum Einsatz kommen.

Hopfen ist eine mehrjährige Pflanze und die Stengel und Blätter wachsen jedes Jahr von Neuem. Die Wurzeln überwintern im Boden und im Frühling sprießen die Stengel an den Ranken nach oben und bilden neues Blattwerk, Zapfen und Blüten. Die Blütezeit des Hopfens liegt zwischen Ende Juli und Anfang August.

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