Gerste

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Gerste
Bild: Fotolyse - Fotolia.com

Was ist Gerste?

Unter den vielen verschiedenen Getreidesorten stellt die Gerste im Grunde eine etwas weniger bekannte und genutzte Getreideart dar. Sie gehört zur Familie der Gräser (Poaceae) und stammt ursprünglich aus dem Vorderen Orient und den Gebieten des östlichen Balkans.

Gerste
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Es wird unterschieden zwischen Spelzgerste und Nacktgerste. Die Spelzgerste enthält noch die harte Schale des Korns. Bei Nacktgerste aus kontrolliert biologischem Anbau handelt es sich um eine nahezu spelzfreie Züchtung, denn so muss die Gerste keinem mechanischen Prozess unterzogen werden und der hohe Anteil an gesunden Inhaltsstoffen bleibt erhalten.

Gerste enthält etwa 10% Eiweiß und 57% Stärke, wenig Fett, dafür aber viele wichtige Nährstoffe und Spurenelemente wie Zink, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Kalium und Phosphor. Außerdem die Vitamine Niacin, B1, B2 und E. Die enthaltene Phytinsäure reguliert den Blutzuckerspiegel, Tocotrienol hemmt die Bildung von Cholesterin und Kieselsäure stärkt Haut, Haare und Nägel.

Eigenschaften der Gerste

Die Gerste wird in der Regel zwischen 0,7 und 1,2 m groß und gedeiht bevorzugt auf feuchtem Boden. Allerdings handelt es sich bei der Gerste um eine sehr anpassungsfähige Pflanze, d.h. sie passt sich verschiedenen Wetter- und Bodenverhältnissen an.

Somit ist sie eine Getreideart, die in vielen Regionen, sehr ertragreich produziert werden kann.  Man unterscheidet bei der Gerste in zwei verschiedene Sorten, nämlich zwischen Wintergerste und Sommergerste.

Gerstenkörner

Ihr Unterschied besteht darin, dass sie zu verschiedenen Zeitpunkten ausgesät werden. Die Wintergerste wird im September gesät, sodass sie im Frühjahr des folgenden Jahres geerntet werden kann. Auf diese Weise beginnt mit dieser Ernte die gesamte Getreideernte.

Die Sommergerste ist wiederum ein Getreide, dass wie viele andere Arten, im Frühjahr ausgesät wird und nach ungefähr drei Monaten geerntet werden kann.  Neben der Sommergerste erweist sich die Wintergerste als die mehr ertragreichere Getreidesorte.

Dies liegt wahrscheinlich an der höheren Feuchtigkeit im Boden während des Winters.  Es ist auch noch hinzuzufügen, dass es sich bei der Gerste um einen Selbstbefruchter handelt.

Verwendung von Gerste

Im Gegensatz zu diversen anderen Getreidesorten, wird die Gerste in erster Linie als Viehfutter in der Landwirtschaft verwendet. Dies wird bereits seit dem Mittelalter so in Europa gehandhabt, doch man erkannte dieses Nutzen auch schon in der Antike. Insbesondere wird die Wintergerste dazu verarbeitet, da sie viel Eiweiß enthält. Die Sommergerste wird zum größten Teil als Braugerste genutzt, z.B. für Bier. Sie enthält weniger Eiweiß, dafür jedoch mehr Kohlenhydrate. Man findet die Sommergerste auch in der Verarbeitung zu Malzkaffee.  Neben Deutschland und Frankreich gehört vor allem Russland zu den größten Gerstenlieferanten.

Nährwerttabelle

ø Nährwert Brennwert Kalorien Eiweiß Kohlenhydrate Fett
pro 100g 1337 kJ 315 kcal 9,8 g 64,3 g 2,1 g

 

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