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Spelzgerste

Spelzgerste

Was ist Spelzgerste?

Früher stand die Gerste als Nahrungsmittel für den Menschen wesentlich höher als zur heutigen Zeit. Inzwischen wird sie fast nur noch in Form von Graupen gegessen, aber auch als Viehfutter verwendet. Es gibt drei Unterarten von Gerste.

Spelzgerste

Spelzgerste

Je nach der Art und Weise, wie die Ähren an der Ährenspindel gruppiert sind, unterscheidet man zweizeilige, vierzeilige oder gemeine und sechszeilige Gerste. Ebenso wie der Weizen wurde auch die Gerste schon in den ältesten Zeiten der Menschheitsgeschichte angebaut. Sie wurde als wilde Pflanze im äußersten Osten Asiens gefunden.

Die alten zentralasiatischen Völker verbreiteten dieses Getreide von hier in alle Teile der Welt. So wurde die Gerste auch schon bei den Ägyptern kultiviert.

Als die Arier nach dem Westen abwanderten wurde die Gerste auch nach Deutschland gebracht. Die Germanen, die den Gerstenanbau schon von ihrer asiatischen Urheimat her kannten, kultivierten die Pflanze hier weiter. Im Laufe der Zeit entwickelte sich durch neue Züchtungen die Nacktgerste. Diese ist eine nahezu spelzenfreie Gerste, die in der Ernährung eine weit größere Rolle einnimmt, weil sie nicht großartig bearbeitet werden muss.

Spelzgerste

Bild: Soru Epotok – Fotolia.com

Verwendung von Spelzgerste

Spelzgerste, auch Braugerste genannt, eignet sich vorzüglich zum Bierbrauen, denn während des Brauvorgangs üben die Spelzen eine willkommene Filterwirkung aus.

Zum Verzehr ist diese Sorte von Gerste nicht besonders geeignet. Die Spelze ist mit dem Korn verwachsen und muss deshalb nach der Ernte maschinell entfernt werden. Durch diesen Vorgang verliert die Gerste allerdings ihren besonderen Nährwert (siehe auch Graupen).

Nach dem Entspelzen ist das Korn nicht mehr keimfähig, denn durch den Entspelzungsprozess wird es stark beschädigt und der Keim nahezu vollständig entfernt.

Bespelzte Gerste weist gegenüber der Nacktgerste fast die dreifache Menge an Rohfasern auf. So wird sie vielfach als Futtermittel eingesetzt. Ein reduzierter Rohfaseranteil ist bei Futtergetreide eher nicht erwünscht. Deshalb bevorzugt man, genauso wie in der Brauindustrie, die Spelzgerste als geeignetes Getreide, denn hier sind die ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltstoffe noch enthalten. Diese befinden sich nämlich vorwiegend in den Frucht- und Samenschalen.

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