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Getreidearten Weizen

Weichweizen

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In der Regel versteht man unter dem häufig verwendeten Begriff Brotweizen den eigentlichen Weichweizen (lat.: Triticum aestivum). Er gehört zur großen Familie der Getreidearten und damit wiederum zur Gruppe der Gräser. Der Ursprung von Weichweizen reicht bereits viele tausend Jahre zurück und früheste Funde reichen zurück bis ins 7. Jahrtausend vor Christus. Er ist nach wie vor eine der ältesten Kulturpflanzen, welche seit jeher ein wichtiger Bestandteil für unsere Lebensmittel ist. Des Weiteren sind der niedere Fettgehalt und der bedeutende Anteil an B-Vitaminen und Vitamin E beachtenswert.

Was ist Weichweizen?

Weichweizen ist, rein wirtschaftlich gesehen, die wichtigste Getreideart. Er dient vor allem der Herstellung von Brot und Backwaren, denn hierfür eignet er sich besonders gut. Man setzt Weich-Weizen aber auch zur Gewinnung von Stärke ein. Außerdem findet er Verwendung als Malz, das hauptsächlich in Brauereien (Weizenbier) zum Einsatz kommt. Die beim Mahlen als Abfallprodukt entstehende Weizenkleie findet in der Viehhaltung als Futtermittel Einsatz. Sie wird aber auch häufig als Lebensmittel genutzt, denn Kleie soll bei Darmträgheit helfen und lässt sich problemlos in Getränke oder Müsli einrühren.



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Woran erkennt man Weichweizen?

Weichweizen gibt es grundsätzlich als Sommer- und Wintergetreide. Im Vergleich zu Hartweizen ist das einzelne Korn wesentlich weicher und mehliger. Zudem ist der Proteinanteil geringer. Ein Weizenfeld ist immer dicht bebaut. Die einzelnen Ähren stehen dicht gedrängt nebeneinander, denn so geben sie sich gegenseitig Halt. Sie erreichen eine Höhe von rund 50-100 cm, aber bei einem besonders günstigen Klima können sie sogar noch höher wachsen. Das ist allerdings nur selten der Fall, denn meist ist das Wachstum wetterbedingt meist recht früh abgeschlossen. Die einzelnen Halme sind sehr dünnwandig, innen hohl und brechen deshalb relativ leicht. Ohne Grannen hat die Ähre selbst eine Länge von etwa 6-18 cm. Als Grannen bezeichnet man die feinen, relativ kurzen Barthaare der Ähre. Im Vergleich zu anderen Getreidesorten ist die Ähre beim Weichweizen etwas rundlicher.

Die Qualität beim Weichweizen

Wie bei jedem Getreide, gibt es natürlich auch beim Weichweizen verschiedene, unterschiedliche Qualitätsmerkmale. Darum unterteilt man das Getreide in sogenannte Qualitätsstufen. Die wichtigsten Merkmale sind die Volumenausbeute, der Proteingehalt sowie die Fallzahl, welche eine Informationen über die Backfähigkeit gibt.

Laut dem Bundessortenamt unterscheidet man bei Weichweizen vier Qualitätsstufen:

  • E-Weizen: Dieser entspricht dem Eliteweizen und weist die besten Merkmale aus
  • A-Weizen: Diese Qualitätsstufe weist ebenfalls sehr gute Werte aus, A-Weizen zeichnet sich vor allem durch einen hohen Eiweißgehalt aus.
  • B-Weizen: Der sogenannte Brotweizen wird als Backmittel verwendet.
  • C-Weizen: Umfasst die untere Qualitätsstufe. Der Weizen dieser Qualität verwendet man vor allem als Futtermittel bei der Viehfütterung.

Verwendung von Weichweizen

Weizen ist in Form von Mehl ein besonders wichtiger Bestandteil für alle Backwaren wie Brot, Brötchen und Kuchen. Gerade als Mehl für Backwaren kommt vorwiegend Weich-Weizen zum Einsatz. Man findet ihn aber auch in der Vollwertküche, wie zum Beispiel in Frühstücksflocken, als Weizengrieß und in Nudeln. Die Körner des Weichweizens enthalten einen bedeutenden Anteil an Kalium, Magnesium, Phosphor, Vitamin E und B-Vitaminen. Der Proteingehalt ist etwas geringer als beim Hartweizen. Personen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) sollten beim Verzehr von Weizenprodukten immer vorsichtig sein, denn es kommt häufiger zu allergischen Reaktionen.



Enthaltene Nährstoffe

Wenn die Spelzen nach der Ernte entfernt sind, sind im Korn des Weichweizens über 60% Kohlenhydrate, 11,4 % Eiweiß, 13,3 % Ballaststoffe, 1,8 % Fett und 1 % Mineralstoffe enthalten. Zudem finden dich darin nicht unerhebliche Mengen an B-Vitaminen und Vitamin E.

Nährwerttabelle

ø NährwertBrennwertKalorienEiweißKohlenhydrateFett
pro 100g1403 kJ335 kcal9,8 g71,0 g1,0 g

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