Reis Getreidearten

Vollkornreis

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Es wird Vollkornreis, Vollreis, Naturreis oder auch einfach brauner Reis genannt. Seitdem sich in der westlichen Welt der Trend der Vollwertküche breit macht, entdecken immer mehr Personen die Vorteile, die damit verbunden sind, wenn man die hauchzarte Haut davon nicht entfernt und sie stattdessen mitkocht.

Ja, das macht den Reis in seiner Textur etwas gröber und es beeinflusst auch den Geschmack sehr stark, aber genau das führt am Ende auch dazu, dass er so gesund ist.

Was im Vollkornreis alles drinsteckt

Vor allem der Gehalt an B-Vitaminen, Kalzium, Eisen, Magnesium und Phosphor fällt bei Vollkornreis deutlich höher aus im Vergleich zu poliertem und geschältem Reis.



Zudem sorgen die Häutchen in Form von Ballaststoffen für eine gute Verdauung.

Aus diesem Grund wird brauner Reis auch so oft als Hausmittel bei Durchfall, Übelkeit und Reizdarm eingesetzt, dann allerdings weichgekocht, damit er bekömmlicher wird.

So unterscheidet sich brauner von weißem Reis

je 100 Gramm weißer Reis brauner Reis
Ballaststoffe 1 g 2,2 g
Calcium 6 mg 23 mg
Eisen 0,6 mg 2,6 mg
Eiweiß 7 g 7,8 g
Fett 1 g 2,2 g
Kalium 103 mg 150 mg
Kilokalorien 349 356
Kohlenhydrate 78 g 74 g
Magnesium 64 mg 157 mg

Welche Sorten gibt es bei Vollkornreis?

Im Groben sind es zwei Hauptsorten, in die sich Vollreis unterteilen lässt:

  • Brauner Langkornreis besitzt lange und schmale Körner. Sie erreichen zwischen sechs bis acht Millimeter. Die wichtigsten sind auch beim Naturreis Basmati-, Jasmin- und Duftreis.
  • Brauner Rundkornreis ist hingegen selbstredend rund. Seine Körner erreichen eine durchschnittliche Größe von vier bis fünf Millimeter.

Es gibt auch noch braunen Mittelkornreis, der wird aber mittlerweile immer seltener angebaut und verliert dadurch mehr und mehr an Relevanz.

Schon gewusst? Parboiled-Reis ist wegen dem Naturreis entstanden

Vollkornreis liefert sämtliche in dieser Pflanze enthaltenen Nährstoffe – und zwar zu hundert Prozent. Da aber nicht jeder ein Fan davon ist, das sogenannte Silberhäutchen mitzuessen, da es dem Reis einen nussigen Geschmack verleiht, musste eine Alternative her. So entstand schließlich der Parboiled-Reis, der einen höheren Nährstoffgehalt als herkömmlicher weißer Reis hat. Und zwar noch rund 80 % vom Naturreis.

Genau genommen hat weißer Reis, außer der darin enthaltenen Stärke, kaum mehr Vitamine oder Mineralien zu bieten, da sich diese alle in der Schale befinden.

Ermöglicht wird der hohe Mineralien- und Vitamingehalt in Parboiled-Sorten durch eine spezielle Behandlung. Es wird als Parboiling-Verfahren bezeichnet, wodurch diese Sorten auch ihren Namen erhalten haben und sorgt dafür, dass die Nährstoffe in den Reis übergehen, ehe dieser von seiner Haut befreit wird.

Eine Reise in die Geschichte – so relevant ist Vollkornreis

In Südostasien war Naturreis bereits vor zehntausenden von Jahren von großer Relevanz. Er zählte zu den ersten Reissorten überhaupt, die gezielt angebaut wurden und danach zu einem der wichtigsten Handelsgüter auf dem gesamten Kontinent wurde.

In vielen Sprachen wurden die Worte für Reis und Essen identisch, was aufzeigt, wie hoch die Bedeutung dieser Nutzpflanze für die Menschen auf dem asiatischen Kontinent ist. Das beste Beispiel hierfür ist zum Beispiel die koreanische Sprache, in der das Wort für Reis und für Mahlzeit gleichermaßen „bap“ lautet.

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