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Getreidearten Hirse

Teff

teff zwerghirse

Teff  ist die Bezeichnung für die Zwerghirse und sie gehört zur Gattung der Kulturhirse. Ürsprünglich stammt sie aus Äthiopien und der wissenschaftliche Name lautet Eragrostis tef. Die Zwerghirse gilt als das kleinste Getreide der Welt, denn 150 Teff-Körner entsprechen etwa der Größe eines Weizenkorns. Da es sehr mühsam wäre die kleinen Körner zu schälen, werden diese generell mit allen Bestandteilen der Schale angeboten und verdienen deshalb die Bezeichnung „Vollkorn“.

Was ist Teff?

Entgegen landläufiger Meinung ist das Getreide glutenfrei, was aber oftmals abgestritten wird. Außerdem ist es sehr mineralstoffreich, denn es enthält reichlich Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink. Durch die basischen Eigenschaften, besonders leichte Verdaulichkeit sowie einem hohen Mineral- und Nährstoffgehalt ist Teff eine ideale Schon- und Heilkost.

Die Vorzüge von Teff

Es gibt lediglich eine Getreidesorte, die kaum verschleimt. Dazu gehört die zur Familie der Hirse gehörende Teff. Sie ist aus diesen Gründen gerade bei Übersäuerung – der Azidose – und bei Magen-Darm-Problemen anderen Getreidesorten vorzuziehen. Durch einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Kieselsäure (Silicium) hat das Minikorn regelrechte Reparaturkräfte. Vor allem die Haare und Nägel profitieren davon. Außerdem unterstützt Teff die Regenerationsfähigkeit der Haut und der Schleimhäute. Die kleinen Körner enthalten nebenbei noch sehr viel Eisen und helfen dadurch bei einem vorliegenden Eisenmangel und bei chronischer Müdigkeit.



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Verschiedene Teff-Sorten

In Drogeriemärkten, Naturkostläden und im Reformhaus findet man verschiedene Teffsorten in den Regalen. Es gibt nämlich die rote, braune, nahezu schwarze und weiße Variante. Die roten Teffkörner enthalten mehr Eisen als die anderen, die braunen haben den höchsten Nährstoffgehalt und dennoch ist der weiße Teff am begehrtesten. Da die Minikörner immer im Ganzen vermahlen werden, erhält man Teffmehl ausschließlich als Vollkornmehl und eine Weißmehlvariante gibt es nicht.

Vorteile der Minikörnchen

Die kleinen Körner liefern komplexe Kohlenhydrate, welche, entgegen den isolierten Kohlenhydraten in Weißmehl, vom Körper relativ langsam resorbiert werden. Dadurch liefern sie langanhaltende Energie. Die zum größten Teil löslichen Ballaststoffe sättigen gut und verringern das Hungergefühl, was die Gewichtsabnahme unterstützt. Auch Diabetiker profitieren von dem Vollkorngetreide. Da Teff einen recht hohen Eiweißanteil hat und viele Aminosäuren enthält, ist es ein sehr begehrtes Sportlergetreide.

Verwendung und Zubereitung

Den Einsatzmöglichkeiten von Teff sind wahrlich keine Grenzen gesetzt. Das Korn eignet sich sowohl für die süße als auch für die pikante Zubereitung. Man stellt daraus Brot, Nudeln, Pizzateig, Kuchen, Kekse, Brei, Creme, Auflauf, Fladen, Bratlinge, Müsli und Gebäck her. Auch als Bindemittel für Saucen ist Teffmehl hervorragend geeignet. In seinem Heimatland, nämlich Äthiopien, ist Teffmehl Grundlage für das Nationalgericht Injera. Das ist ein ganz weiches Fladenbrot, welches in dieser Region häufig auf den Tisch kommt. Teff selbst ist in gut sortierten Reformhäusern und Naturkostläden erhältlich.

Mit Teff kochen

Die Koch-Zubereitung geht prinzipiell schnell und einfach, denn das Getreide ist sehr schnell gar. Obwohl es das kleinste, aber auch das härteste Getreidekorn ist, genügen schon ca. 10 – 15 Minuten Garzeit. Vor dem Kochen spült man die Körner jedoch gründlich mit heißem Wasser ab, da die beim Spelzen aus dem Keim ausgetretenen Fettsäuren einen bitteren Geschmack verursachen können. Beim heißen Abspülen entfernt man sie. Vorheriges Einweichen ist wegen der ohnehin kurzen Garzeit nicht dringend nötig. Das macht man lediglich dann, wenn das Korn roh verwendet werden soll, denn so wird es weicher.

Nährwerttabelle

ø NährwertBrennwertKalorienEiweißKohlenhydrateFett
pro 100g1398 kJ334 kcal9,1 g75,0 g2,1 g

Fragen & Antworten

Welche Teff-Sorten gibt es?

Teff ist in mehreren Varianten verfügbar. Bekannte Sorten sind roter Teff, nahezu schwarzer Teff, weißer Teff und hellbrauner Teff. Die rote Variante hat den höchsten Eisengehalt und hellbrauner Teff verfügt über die meisten Nährstoffe. Am beliebtesten ist aber noch immer der weiße Teff.

Welche Nährstoffe sind in Teff enthalten?

Die kleinen Körner sind ein Füllhorn an Nähr- und Mineralstoffen. Teff enthält komplexe Kohlenhydrate, welche langanhaltende Energie liefern. Der Ballaststoffanteil sorgt für ein dauerhaftes Sättigungsgefühl. Zudem ist Teff eine der eiweißreichsten Getreidesorten und enthält alle essentiellen Aminosäuren. Weiterhin finden sich hohe Anteile an Eisen, Magnesium und Kalium in den kleinen Getreidekörnern.

Ist Teff glutenfrei?

Teff zählt als glutenfreies Getreide und wird von vielen Zöliakiepatienten recht gut vertragen. Laut Wissenschaftlern des Leiden University Medical Center in den Niederlanden tut die Verwendung dieser Getreidesorte Zöliakie-Betroffenen gut, denn sie soll eine beruhigende und heilsame Wirkung auf geschädigte und angegriffene Darmschleimhäute haben. Viele Reizdarmpatienten verwenden deshalb Teff in ihrem Speiseplan.

 

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