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Getreidearten Hafer

Hafer

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Der Vorteil neben dem Gesundheitsaspekt von Hafer (Avena sativa) ist der einfache Anbau des Getreides. Meist ist es jedoch Spelzhafer, den man auf heimischen Getreidefeldern findet, da der Ernteertrag beim Nackthafer wesentlich geringer ist. Allerdings liegt der Nährwert bei dem „nackten“ Getreide um Einiges höher, denn das Entspelzen der Getreidekörner bedeutet unweigerlich auch einen Nährstoffverlust.

Was ist Hafer?

Hafer lässt sich aus der Vollwerternährung kaum wegdenken. Wer sich gesund ernährt, bringt zwangsläufig auch Hafer – zumindest in Form von Haferflocken – auf den Tisch. Diese sind eine wertvolle, lang sättigende Zutat für Müsli. Sie lassen sich aber genauso gut in Shakes und Smoothies einrühren. Auch als Haferkekse macht sich das Getreide wegen seinem nussigen Geschmack gut. Hafer-Flocken sind Teil einer gesunden, ausgewogenen und bewussten Ernährung.



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Der Haferanbau

Etwa seit der Bronzezeit kultiviert man Hafer. Der Anbau ist in Regionen mit hohen Niederschlägen, wie zum Beispiel dem Alpenland, anzutreffen. Das Getreide stellt nahezu keine Ansprüche an den Boden. Hierdurch ist der Haferanbau nicht besonders aufwendig. Der größte Vorteil, den wir als Konsumenten dadurch haben, ist, dass man Haferprodukte recht preisgünstig erhält.
Hafer wird meistens als Spelzgetreide angebaut, denn hier ist die Ernteausbeute relativ hoch. Die Körner schält man in diesem Fall vor dem Verzehr in einer Spelzmühle. So erhält man das Haferkorn. Mittlerweile gibt es aber auch Nackthafer (Avena nuda) und dieser muss nicht entspelzt werden. Die Körner trennen sich beim Dreschvorgang problemlos von der Spelze. Vom Nähr- und Mineralstoffgehalt ist Nackthafer wertvoller, allerdings sind die Erträge geringer.

Nahrungsmittel

Die meisten Lebensmittel, die aus Hafer hergestellt werden, tragen bereits den Namen in sich. Beispielsweise sind Haferflocken, Hafermilch oder Hafermehl erhältlich. Allerdings kann das Mehl nicht zur Brotherstellung verwendet werden, da es eine zu klebrige Konsistenz aufweist. Haferflocken hingegen können auf verschiedenste Weise für den Verzehr zubereitet werden. Sie sind leicht verdaulich und sie enthalten hohe Anteile an Proteinen und Vitaminen. Hafer sättigt gut und eignet sich perfekt für die Vollwert-Ernährung. Das Korn zählt nicht nur zu einer der gehaltvollsten Getreidearten, sondern ist inzwischen auch im medizinischem Bereich unabdingbar. Viele Medikamente würden ohne den Bestandteil Hafer kaum existieren.

Warum ist Hafer so gesund?

Insbesondere die Spurenelemente, Vitamine, sowie die leicht bekömmliche Konsistenz machen die Getreidesorte zu einem der gesündesten Lebensmittel. Im Bereich der Schonkost sowie der Diätkost behauptet er sich bereits seit vielen Jahren im medizinischen Bereich. Bei Krankheitsbeschwerden wird das Getreide als Arzneimittel eingesetzt. Mittlerweile ist medizinisch bestätigt, dass Hafer akute Magen-Darm-Beschwerden oder Nierenbeschwerden lindert. Auch Rheumatiker profitieren von der Anwendung.
Das Getreide hat im Verhältnis zu anderen Getreidearten einen höheren Protein- und Fettgehalt. Sein Eiweiß ist vom ernährungsphysiologischen Gesichtspunkt her gesehen hochwertiger als das von Weizen.Wie alle Brotgetreide enthält auch Hafer Gluten. Menschen, die an der Erkrankung Zöliakie leiden, sollten Hafer möglichst meiden. Untersuchungen zeigen zwar, dass Hafergluten teilweise recht verträglich sei, aber hier muss noch weiter geforscht werden. Vor allem Eisen und Vitamin B1 sind als Inhaltsstoffe hervorzuheben. Bei einem vorliegenden Eisenmangel kann der tägliche Verzehr von Vollwert-Haferflocken hilfreich sein.

hafer flocken



 

Hafer erhöht den Blutzucker nur langsam

Hafer enthält Kohlenhydrate hauptsächlich in Form von Stärke, welche durch lösliche Ballaststoffe (ß-Glucane) relativ langsam resorbiert wird. Dadurch wird der Blutzucker-Spiegel nur langsam erhöht, was Haferprodukte gerade für Diabetiker empfehlenswert werden lässt.
Zudem werden durch die genannten ß-Glucane Gallensäuren gebunden. Dies führt zu einer Senkung von Blutcholesterin und man beugt mit regelmäßigen Hafermahlzeiten einer Arteriosklerose sowie anderen Herz-Kreislauferkrankungen vor.

Nährwerttabelle

ø NährwertBrennwertKalorienEiweißKohlenhydrateFett
pro 100g1478 kJ350 kcal12,6 g59,8 g7,1 g

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