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Getreidearten Weizen

Einkorn

Einkorn

Bereits vor 10.000 Jahren wurde Einkorn in Kleinasien angebaut, und unsere Vorfahren schätzten es lange Zeit als wertvollen Energielieferanten. Diese Urform des Weizens gelangte vor 5.000 Jahren über die Alpen nach Europa. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde es noch vereinzelt angebaut. Später wich es dem wesentlich ertragreicheren Weizen. Heute weiß man, dass das Urgetreide wesentlich nährstoffreicher ist, als die über Jahrzehnte hinweg immer neu gekreuzten und gezüchteten Weizensorten. Deshalb bauen es Bio-Landwirte wieder häufiger an, denn die Nachfrage steigt.

Die Wiederentdeckung von Einkorn

Wiederentdeckt wurde Einkorn (Triticum monococcum) im ökologischen Landbau, weil es sich als anspruchslose Kulturpflanze mit Gründüngung begnügt. Hierdurch kann man auf künstliche Düngemittel verzichten. Seine Resistenz gegen viele Getreide-Krankheiten und Schädlinge ist bei Biobauern sehr willkommen. Es handelt sich um ein Spelzgetreide, welches vor der Weiterverarbeitung entspelzt werden muss. Die Erträge fallen magerer aus als bei anderen Getreidesorten. Dies war wohl auch Grund, um in Vergessenheit zu geraten, denn erst durch die Bio- und Öko-Bewegung wurde man wieder vermehrt auf das besonders robuste Getreide aufmerksam. Heute hat es einen festen Platz in der gesunden Ernährung gefunden und viele Verbraucher greifen zu Einkorn-Produkten.
Einkorn Aehre

Gesund und munter mit Einkorn

Im Bio Einkorn finden sich bis zu 50 Prozent mehr hochwertige Proteine als in Weizen. Damit unterstützt es das Nervensystem und es sorgt für ein lang anhaltendes Gefühl der Sättigung. Der Carotin-Gehalt liegt im Vergleich zu Weizen zwei bis vier Mal höher, was sich positiv auf die Sehkraft und auf das Immunsystem auswirkt. Auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Kupfer und Mangan sind im Einkorn in deutlich höherer Konzentration als in Reis oder Weizen enthalten. Mit seinem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren unterstützt Einkorn eine gesunde Ernährungsweise. Wie jedes andere Vollkorn-Getreide senkt das Korn das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes und Krebserkrankungen. Dabei ist das Korn leicht verdaulich und als Schonkost geeignet. In Absprache mit dem Arzt kann es eine Alternative für Weizenallergiker sein. Da das Urkorn Gluten enthält, eignet es sich nicht für Personen, die an Zöliakie erkrankt sind.
Einkorn Lebensmittel



Verwendung in der Küche

Das leicht nussige und süßliche Aroma des Getreides macht es zu einem besonderen Genuss. Aus seinem feinen, gelblichen Mehl stellt man Teig- und Backwaren aller Art her und auch Suppen sowie Soßen kann man damit binden. Ein nahrhafter Frühstücksbrei aus Einkorn-Gries ist besonders bekömmlich und er sättigt lange Zeit. Bringt man das ganze Korn zum Keimen, wird es zur hochwertigen Beigabe in Salaten. Das Urkorn ist sehr vielseitig, denn es lässt sich problemlos zu köstlichen Speisen verarbeiten.

Produkte aus Einkorn

Seit seiner Wiederentdeckung erlebt das Ur-Getreide eine wahre Renaissance und es wird nach und nach immer beliebter. Heute findet man im Handel wieder gehäuft Teigwaren, Brote und sogar Einkornbiere. Sie sind wie Einkornmehl und das ganze Korn in Naturkostläden, Bio-Shops, Reformhäusern und im Internet erhältlich.

Das Urgetreide ist erhältlich in Form von

  • vollem Korn
  • Einkorn-Grieß
  • Bieren
  • Brot
  • gewalzten Einkorn-Flocken
  • poliertem Einkorn-Reis
  • Vollkornmehl
  • Nudeln
  • Saaten

Nährwerttabelle

ø NährwertBrennwertKalorienEiweißKohlenhydrateFett
pro 100g1361 kJ325 kcal12,4 g60,6 g3,3 g

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Informationen

Getreide

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