Grünkern

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Grünkern
Foto: Schmutzer-Schaub - Fotolia.com

Die Geschichte vom Grünkern

Grünkern wurde vor vielen Jahrzenten aus der Not heraus erfunden. Nach heftigen Unwettern und drohender Hungersnot wurde der halbreife Dinkel abgeerntet und die Getreide-Bauern versuchten, ihre Ernte über Feuer zu trocknen um sie vor Pilzbefall zu bewahren. Zwar war Grünkern in der damaligen Form nicht geeignet um damit ein gutes Brot zu backen, doch die Bauern waren experimentierfreudig und versuchten, den getrockneten Dinkel unter Zugabe von Wasser zu kochen.

Grünkern
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So erhielten sie eine ausgesprochen köstliche Suppe, die zudem noch einen hohen Anteil an Nährstoffen hatte. Durch den Röstvorgang erhielt diese Speise einen wunderbar intensiven Geschmack.

Verarbeitung des Grünkerns

Bis heute hat sich die Variante des Trocknens durchgesetzt und auch jetzt noch wird der unreife Dinkel, der noch weich und saftig ist, geröstet um die Körner mahlfähig zu machen.

Hierfür werden in der heutigen Zeit automatische Trocknungsanlagen verwendet, die das Getreide bei etwa 120°C trocknen.
Durch den Darrvorgang, so nennt sich der Trocknungsvorgang, bekommt das Getreide seine grünliche Farbe und sein besonders nussiges Aroma.

Verwendung und Grünkernerzeugnisse

Lange Zeit geriet Grünkern in Vergessenheit, doch durch die Besinnung auf eine gesunde Vollwert-Ernährung wurde das wertvolle Getreide weiderentdeckt.

Bio Grünkern ist besonders in der vegetarischen Küche beliebt. Grünkorn ist sehr vielseitig einsetzbar und bestens geeignet für fleischlose Mahlzeiten.

Grünkern
Bild: photocrew – Fotolia.com

Er wird sowohl in süßen Speisen verwendet wie auch in deftigen Mahlzeiten. Außerdem ist dieses Getreide hervorragend geeignet zur Herstellung von allerlei Gebäck und Brot. Auch köstliche Brotaufstriche und Füllungen für Blätterteigtaschen lassen sich damit herstellen.

Grünkernmehl

Grünkernmehl findet eine ähnliche Verwendung wie Weizenmehl. Allerdings ist der Nährwert um einiges höher, da Grünkern einen wesentlich höheren Anteil an Eiweiß, Aminosäuren, Mineralien und Kieselsäure aufweist als andere gewöhnliche Getreidesorten. Da Grünkernmehl besonders viele Klebstoffeiweiße enthält eignet es sich hervorragend zum Backen. Man verwendet Grünkern-Mehl für Backwaren wie Gebäck, Kuchen, Brot, aber auch zur Herstellung von Teigwaren wie beispielsweise Nudeln. Grünkern ist sehr bekömmlich und nährstoffreich und hat deshalb in den vergangenen Jahren einen sehr hohen Stellenwert in der Naturkostbewegung erhalten.

Nährwerttabelle

ø Nährwert Brennwert Kalorien Eiweiß Kohlenhydrate Fett
pro 100g 1360 kJ 321 kcal 10,8 g 63,3 g 2,7 g

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