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Zöliakie

Hinter dem Begriff Zöliakie, welcher sich aus dem altgriechischen „Koilia“ für Bauch / Unterleib ableitet, verbirgt sich eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, von der in den Industriestaaten inzwischen wohl etwa ein Prozent der Bevölkerung betroffen ist. Somit zählt die Zöliakie zu den Volksleiden unserer Zeit, welche Kinder und Erwachsene gleichermaßen befällt. Sie basiert auf einer meist genetisch determinierten Getreideunverträglichkeit, welche wiederum von einer Überempfindlichkeit gegen das in Getreide enthaltene Klebereiweiß herrührt. Demzufolge ist die Zöliakie eigentlich eine Glutenallergie, die im Vergleich zu anderen eher harmlosen Allergien nicht nur Unwohlsein, sondern echte Beschwerden hervorruft.

Ist Glutenunverträglichkeit therapierbar?

Allergien sind immer Autoimmun-Erkrankungen, bei denen sich der Körper in Folge der Unverträglichkeit eines bestimmten Stoffes selbst „attackiert“. Im Falle der Zöliakie ist die Darmschleimhaut betroffen. Sie entzündet sich, und mit zunehmender Dauerhaftigkeit dieses Krankheitsbestands werden auch die Darmepithelzellen zerstört. Dadurch nimmt der Körper Nährstoffe nur schlecht auf und belässt sie in unverdauter Form im Darm. Die Folge sind Durchfälle und Erbrechen, Gewichtsverlust und Leistungsschwäche. Leider lässt sich die Zöliakie noch immer nicht ursächlich behandeln, die derzeit einzig mögliche Therapie ist die einer streng glutenfreien Diät. Zwar werden auf diese Weise nur die Symptome behandelt, jedoch bewirkt der Verzicht auf Weizen und Gerste, Hafer und Roggen (und auf Lebensmittel, welche möglicherweise Spuren dieser Getreidesorten in versteckter Form enthalten) auch die Verringerung des Darmkrebs-Risikos, das durch die Zöliakie eigentlich ansteigt.

Glutenunverträglichkeit feststellen und bekämpfen

Da die Krankheit zwei Manifestationsgipfel aufweist, tritt sie meist entweder direkt im Säuglingsalter oder erst später, nämlich im vierten Lebensjahrzehnt, auf. Ist ein Erwachsener davon betroffen, so wird die Zöliakie oft auch „einheimische Sprue“ genannt. Die Diagnose kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. War bisher bei bestehendem Verdacht auf Zöliakie immer der Gang zum Arzt notwendig, welcher zunächst die Beschwerden erfragte und eine Untersuchung der Antikörper im Blut durchführte, um sich dann schließlich mit Hilfe von speziellen serologischen Tests Gewissheit zu verschaffen, so kann der Patient heute auch im Selbstverfahren feststellen, ob er an Glutenallergie leidet. Bei dem so genannten Glutencheck handelt es sich um ein Kassetten-Testverfahren, welches für jeden als Komplett-Set für rezeptfrei in Apotheken und auf Medikamente spezialisierten Online-Shops erhältlich ist. Er kann ganz leicht von zu Hause aus durchgeführt werden und ist völlig schmerzfrei. Dafür entnimmt man der Fingerspitze einen Blutstropfen, bringt ihn mit dem Testserum in Kontakt, welches im Fall einer vorliegenden Zöliakie sofort die entsprechenden Antikörper nachweist. Völlig unabhängig davon, ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt, sollte diese Selbstuntersuchung jedoch nichtsdestotrotz durch einen nachfolgenden Arztbesuch ergänzt werden, um die nötige Therapie abzusprechen.

 

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