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Getreide lagern – So geht es richtig

Die richtige Lagerung von Getreide

Wenn man Getreide richtig lagert, dann kann man es für einige Jahre problemlos auf Vorrat halten. Wichtig ist vor allem, dass das Getreide trocken ist, was bedeutet, dass es weniger als 14% Feuchtigkeit enthalten muss. Das Getreide aus Biomärkten ist meist schon hervorragend gereinigt, gut getrocknet und ordentlich verpackt. In diesen Verpackungen, die in den meisten Fällen aus Papier und einer zusätzlichen Folie bestehen, kann das Getreide normalerweise direkt im trockenen Keller eingelagert werden und muss nicht erst noch in einen anderen Behälter umgefüllt werden.

Sollte Ihr Keller feucht, zu hell oder nicht vollständig geruchsfrei sein, sollten Sie die Getreidekörner in einem anderen Behälter lagern. Hier bieten sich z.B. gut verschließbare Kanister an, die das Eindringen von Luft, Feuchtigkeit und vor allem von unliebsamen Insekten (z.B. Motten) verhindern. Das so eingelagerte Getreide sollte jedoch in regelmäßigen Abständen aufgeschüttelt werden.

Getreide, das direkt auf dem Bauernhof gekauft wird, muss vorher erst richtig getrocknet werden, denn oft ist noch eine Restfeuchtigkeit enthalten, die die Körner schimmeln lassen würde. Breiten Sie die Körner auf einem großen Holztisch oder auf dem sauberen Holz- oder Betonboden in einem trockenen, dunklen und geruchsfreien Raum aus (auf keinem Fall auf einer Plastikunterlage) und wenden Sie es im Abstand von zwei Tagen. Der Trocknungsvorgang dauert etwa drei-vier Wochen.

Um das Getreide verarbeiten zu können, benötigen Sie eine Getreidemühle. Für Krisenfälle sollte diese im Idealfall auch manuell von Hand bedienbar sein.

Weizen und Dinkel

Weizen und Dinkel sind im Einkauf recht günstig. Das Getreide lässt sich gut lagern und bietet sich deshalb besonders gut als Vorsorge für Krisenzeiten an. Beträgt die Luftfeuchtigkeit des Lagerraumes weniger als 12%, kann man Dinkel und Weizen bis zu zwanzig Jahre lang lagern, ohne dass die Keimfähigkeit des Korns leidet. Auf jedem Fall muss das Getreide jedoch vor Wärme und Feuchtigkeit geschützt werden. Die Körner könnten selbst nach dieser langen Lagerzeit noch als Saatgut eingesetzt werden.

Roggen

Roggen ist besonders Lysin-reich und eignet sich hervorragend als Zutat für Vollkornbrote. Roggen alleine reicht jedoch zum Brotbacken nicht aus, denn reiner Roggenteig wird sehr fest und fast ungenießbar. Will man ein reines Roggenbrot backen, kann man nicht auf die Zugabe von Sauerteig verzichten. Allerdings lässt sich Roggen sehr gut in Verbindung mit Weizen oder Dinkel verwenden und die negativen Backeigenschaften des Roggens werden durch das andere Getreide aufgehoben. Roggen kann sehr gut auf Vorrat gelagert werden und hält sich unter optimalen Lagerbedingungen etwa sechs Jahre lang.

Gerste

Auch Gerste lässt sich gut lagern. Ordentlich getrocknet und verpackt, kann man die Getreidekörner mehr als zehn Jahre einlagern. Selbstverständlich gelten auch hier die allgemeinen Regeln wie vorheriges Trocknen, Schutz vor Licht, Feuchtigkeit und Gerüchen. Die Gerste hat den Vorteil, dass sie sich in Form von Gerstengraupen auch gut als Suppeneinlage verwenden lässt. Zum Backen eignet sich Gerste aufgrund des sehr niedrigen Kleberanteils nur in Verbindung mit anderen, glutenhaltigeren Mehlsorten.

Grünkern

Bei Grünkern handelt es sich um nicht vollständig gereifte Dinkelkörner. Sie eignen sich aufgrund der Unreife nicht für eine längerfristige Bevorratung.

Hafer

Der Hafer ist besonders beliebt als Müslizutat oder Backzutat. Idealerweise wird Hafer als Nackthafer gelagert. Verglichen mit anderen Sorten, verfügt er über einen höheren und hochwertigeren Ölgehalt und gilt als wichtiger Lieferant von lebensnotwendigen Aminosäuren. Nackthafer kann leicht vermahlen oder geflockt werden, ist gut bekömmlich und belastet die Verdauung nicht. Nackthafer lässt sich unter den richtigen Voraussetzungen zwischen drei und fünf Jahre lang lagern und bietet sich somit ebenso für die Vorratshaltung und Krisenvorsorge an.

Reis

Reis gilt nach wie vor als Grundnahrungsmittel der Mehrheit unserer Weltbevölkerung und dient aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils als besonders guter Energie-Lieferant. Kaufen Sie Ihn bevorzugt aus biologischem Anbau, denn hier wird er meist sorgsam gereinigt, gut getrocknet, in einer guten Verpackung geliefert und es ist Verlass auf eine hochwertige Qualität. An einem trockenen, vor Licht geschützten Lagerplatz ist polierter Reis bis zu zwölf Jahre lang haltbar.

Vollkornreis

Brauner Vollkornreis ist ungeschält und enthält aus diesem Grund in seiner Außenhülle sehr viele wichtige Fette und Öle, die bei geschältem Reis verloren gehen. Auch wichtige B-Vitamine bleiben erhalten. Durch den Ölgehalt kann Vollkornreis recht schnell verderben und ist deshalb wesentlich kürzer lagerungsgeeignet als geschälter und polierter Reis. Die Bedingungen für eine längere Lagerfrist müssen bei Vollkornreis strikt eingehalten werden, um das ranzig werden zu vermeiden.

Auch Hirse, Mais und Kamut lassen sich unter den vorgenannten Lagerungsbedingungen sehr gut lagern.

Achten Sie bitte trotzdem stets darauf, dass die eingelagerten Lebensmittel nach und nach immer wieder aufgebraucht und durch neue ersetzt werden. So können Sie sicher gehen, für jede noch so große Krise für eine Weile vorgesorgt zu haben.

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Bildquelle: M. Großmann/pixelio.de

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