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Braunhirse

Braunhirse

Was ist Braunhirse?

In der Mittelalterlichen Heilkunde spielte die Braunhirse eine große Rolle in der Ernährung. Mit den Jahren geriet sie dann allerdings in Vergessenheit. Dabei ist Hirse das mineralstoffreichste Getreide der Welt. Darüber hinaus ist Braunhirse glutenfrei und enthält somit auch kein Klebereiweiß.

Braunhirse

Bild: datych – Fotolia.com

Sie unterscheidet sich nicht nur durch die dunklere Farbe von der herkömmlichen Hirse. Der entscheidende Unterschied zur gewöhnlichen Speisehirse oder Gold-Hirse besteht darin, dass sie nur in ungeschälter Form vorkommt, denn in ihrer Schale sind die meisten Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Normalerweise wird Hirse entspelzt und geschält bevor sie in den Handel kommt, denn dadurch verbessert sich die Verdaulichkeit. Durch das Wegmahlen der äusseren Schichten gehen zwar viele gesunde Inhaltsstoffe verloren, allerdings werden dadurch aber auch unerwünschte Verunreinigungen wie Schimmelpilzgifte oder Pestizidrückstände entfernt.

Die Braunhirse hingegen wird samt Schale und Spelze vermahlen. Durch diesen Prozess ist sie für den Körper besser verwertbar und leichter verdaulich. Es können dadurch aber auch die ungesunden Schalenbestandteile vom Körper aufgenommen werden.

Verwendung von Braunhirse

Das kleine, runde Korn wird überwiegend als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
 Durch das sogenannte „Zentrophanverfahren“, einem speziellen Mahlverfahren, werden die Körner zu einem feinen Mehl vermahlen. Durch diese sehr feine Form, muss die Braunhirse nicht gekocht werden, damit der Körper sie verdauen kann.

Hirsefeld

Auch die Mineralstoffe und Spurenelemente liegen somit in einer so feinen Form vor, dass sie vom Körper ideal aufgenommen werden können. In dieser Form kann man die Hirsekörner zum Verzehr einfach ins Müsli oder zum Joghurt geben oder in sämtlichen Flüssigkeiten auflösen.

Zum Teil wird die Braunhirse als Allheilmittel für Menschen mit chronischen Krankheiten wie beispielsweise Arthrose beworben. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt. 
Außerdem wird vermutet, dass die extrem harten Bestandteile der Hirseschale die Magen- und Darmschleimhaut reizen könnten. Magen- und darmempfindliche Personen sowie Zöliakiekranke sollten dieses Getreide daher nur mit großer Vorsicht verzehren.
 Dennoch berichten viele Menschen von einer positiven Wirkung bei Arthrose, Haarausfall oder brüchigen Fingernägeln.

Von einem übermäßigen Verzehr in Rohform ist generell eher abzuraten, doch eine Menge von 
einem Esslöffel am Tag ist vollkommen unbedenklich.

Nährwerttabelle

ø NährwertBrennwertKalorienEiweißKohlenhydrateFett
pro 100g1398 kJ334 kcal9,1 g75,0 g2,1 g
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