Pseudo-Getreide

Baobab

Baobab

Bei der Baobab handelt es sich um die Frucht des Affenbrotbaums, der in Afrika wächst. Hier bei uns in Europa gewinnt es schon seit ein paar Jahren immer mehr an Relevanz hinzu, weil es als Superfood angesehen wird. Aber was genau hat es damit auf sich?

Was ist Baobab?

Es sind wertvolle Ballast- und Mineralstoffe, die sich in der Baobab-Frucht finden lassen, die für den Menschen als essenziell gelten. Seit 2008 ist es in der EU als neuartiges Lebensmittel zugelassen. Dadurch sind es bereits zwölf Jahre, auf die wir zurückblicken können und die sorgen dafür, dass Baobab mittlerweile in einer Vielzahl an Produkten enthalten ist. Neben Verarbeitungsprodukten wie Müsliriegeln oder Schokolade findet es sich aber auch als Nahrungsergänzungsmittel, in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten oder auch als Setzlinge für die eigene Anzucht. Dann aber rein als Zimmerpflanze.

In Afrika genießt die Frucht umso mehr Relevanz, denn hier zählt die Frucht zu den sogenannten „Big Five“ der Grundnahrungsmittel. Diese setzen sich nebenher noch zusammen aus der Mango, der Marula, der Steinfrucht und der Tamarinde (das ist eine Art Dattel).



Warum kann man Baobab als Pseudogetreide bezeichnen?

Bei uns ist es in der Regel nicht die Frucht, sondern ein getrocknetes Pulver, das in allerlei Formen verarbeitet wird. Baobab ist häufig als Zutat in Getreideriegeln zu finden und kommt oft in veganen Snacks vor. Dadurch assoziieren immer mehr Personen diese Darreichungsform mit Pseudogetreide.

Welche Eigenschaften besitzt Baobab?

In verschiedenen Studien wurden unter anderem folgende Eigenschaften unter Beweis gestellt:

  • Auch das Immunsystem kann durch diese Frucht gestärkt werden.
  • Baobab ist reich an Phosphor. Auch das ist gut für die Knochen, stärkt aber nebenher auch noch unsere Muskeln.
  • Baobab wirkt antibakteriell und antientzündlich.
  • Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann gesenkt werden.
  • Der Konsum dieser Frucht wirkt sich positiv auf den Insulinspiegel aus. Daher ist Baobab eine beliebte Zutat in Diabetikerprodukten.
  • Durch einen hohen Kalziumanteil können die Knochen gestärkt werden.
  • Es hat eine antivirale Eigenschaft.
  • Mit Baobab kann Stress gelindert werden.

Wie viel kann man täglich zu sich nehmen?

Es kommt natürlich auf die Darreichungsform an, aber grundsätzlich steuern bereits 20 Gramm des Fruchtfleisches rund 50 % des Tagesbedarfs eines Kindes oder einer Schwangeren bei. In Pulverform gelten zwischen 10 bis 20 Gramm.

Wo kann man es kaufen?

Neben der vermutlich einfachsten Form – online – ist die Frucht mittlerweile auch in gut sortierten Reformhäusern zu finden. Allerdings ist es auch hier meist das Pulver, mit dem man sich zufriedengeben muss. Die Frucht zu importieren wäre mit logistischen und personellen Schwierigkeiten verbunden, da sie auf dem Transportweg in der Regel verderben würde.

Die verschiedenen Arten der Baobab

Baobab 83

Mittlerweile wird Baobab nicht nur in Afrika gepflanzt. Es haben sich über die letzten Jahrzehnte mehrere Arten ergeben, die sich vor allem optisch voneinander unterscheiden:

Adansonia digitata

Afrikanischer Affenbrotbaum, gelblich-braune und ovale Schale.

Adansonia gregorii

Schwarzbraune Schale, kugelig oder eierförmig wachsend.

Adansonia grandidieri

Rotbraune Schale, in der Regel eine runde Schale.

Adansonia madagascariensis

Braune Schale, wächst rund oder eierförmig und wird nur zehn Zentimeter groß; ist damit die kleinste Baobab-Art.

Adansonia perrieri

Braune Schale mit dichter, aber kurzer Behaarung, wächst oval.

Adansonia rubrostipa

Rotbraune Schale, wächst ausschließlich rund.

Adansonia suarezensis

Braune Schale, die leicht zylindrisch oder auch oval wächst. Ist mit bis zu 40 Zentimetern Länge die größte Baobab-Art.

Adansonia za

Schwarze Schale, wächst immer oval.

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Getreide

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