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Buchweizen

Pseudogetreide

Was ist Buchweizen?

Buchweizen (in manchen Regionen auch Heidenkorn genannt) gehört zur Gattung der Knöterichgewächse und ist, auch wenn die Bezeichnung “Weizen” im Namen enthalten ist, kein Getreide. Der deutsche Name stammt von der Ähnlichkeit zu der Frucht der Buche, den kleinen braunen Bucheckern. Da Buchweizen glutenfrei ist, spielt Buchweizenmehl bei Menschen mit einer Glutenallergie (Zöliakie) eine übergeordnete Rolle in der Ernährung. Allerdings ist er als reines Produkt nicht zur Brotherstellung geeignet, das das Klebereiweiß gänzlich fehlt.

Buchweizen

Bild: dima_pics – Fotolia.com

Ursprung des Buchweizens

Echter Buchweizen stammt ursprünglich aus dem Gebiet zwischen Zentral- und Ostasien. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde Buchweizen zuerst im alten China als Kulturpflanze angebaut, etwa seit dem 16. Jahrhundert wurde er dann auch in Europa kultiviert.

Nachdem etwa ab dem 18. Jahrhundert die Kartoffel im europäischen Raum immer mehr Bedeutung bekam, ist der Anbau des Buchweizens als Nahrungslieferant rückläufig.

Da der Ertrag anderer Feldfrüchte und Getreidesorten wesentlich höher war, wurde der Anbau von Buchweizen für die Getreidebauern im Laufe der Zeit nahezu bedeutungslos. Teilweise lag dies wohl auch daran, dass bei anderen Feldfrüchten durch Einsatz von Kunstdünger wesentlich bessere Erträge eingefahren werden konnten.

Weil sich in den letzten Jahren eine Großzahl der Endverbraucher wieder auf eine gesunde und vollwertige Ernährung besonnen hat und die Rate an Menschen, die an Nahrungsmittelunverträglichlichkeiten leiden, immer weiter in die Höhe schnellt, wird der Echte Buchweizen inzwischen auch in Europa wieder als Nischenprodukt angebaut. Die größten Buchweizenliefanten sind China, Russland und die Ukraine.

Buchweizen – Ein hervorragender Nährstofflieferant

In Buchweizen sind viele wichtige Mineralien wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Fluor und Eisen enthalten, ebenso wie ein großer Anteil an den Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin E.

Buchweizen

Buchweizenkörner

Die pflanzlichen Proteine (etwa 13%) können vom menschlichen Körper fast vollständig verwertet werden, was das Buchweizenkorn zu einem besonders wertvollen Lieferanten dieser überaus gesunden Nährstoffe werden lässt.

Verwendung von Buchweizen

Das Korn eignet sich, ebenso wie Amaranth, aufgrund des fehlenden Klebereiweiß (Gluten) nicht zum Brotbacken.

Jedoch lassen sich sehr gut Pfannkuchen, Buchweizenbrei, Fleischpasteten oder auch Nudeln daraus herstellen. Buchweizen sättigt über einen besonders langen Zeitraum.

Nährwerttabelle

ø NährwertBrennwertKalorienEiweißKohlenhydrateFett
pro 100g1425 kJ336 kcal9,1 g71,0 g1,7 g

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