background

Mehl in der Getreidemühle selbst mahlen

Mehl selbst mahlen? Warum und wie?

Wie lange steht wohl das Mehl schon in den Regalen Ihrer Supermarktkette und welchen Weg hat es hinter sich gebracht, bis es überhaupt hier gelandet ist? Wer garantiert uns, dass das Mehl inzwischen noch über seinen hohen Nährstoffgehalt verfügt? Und wie sieht es mit der Frische aus?

Nur frisch gemahlenes Getreide enthält die für die Gesundheit unentbehrlichen Vitalstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Fettsäuren und Eiweißbausteine. Schon nach kurzer Lagerzeit gehen viele dieser wertvollen Nährstoffe verloren.
So ist es nicht verwunderlich, dass mittlerweile viele Verbraucher ihr Mehl frisch im Reformhaus oder beim Naturkosthändler mahlen lassen. Besser noch, man kauft sich eine kleine Getreidemühle und mahlt die Körner ganz frisch zu Hause.

Getreidekörner enthalten einen großen Teil an gesundheitlich wichtigen Vitaminen, Mineral- und Aufbaustoffen. Die Mineralstoffe und Vitamine sind für wichtige Körperfunktionen vonnöten. Beispielsweise regulieren sie den Stoffwechsel, die Muskelfunktionen und Nerventätigkeit. Die Aufbaustoffe Stärke (Kohlenhydrate), Fett und Eiweiß versorgen die Körperzellen mit Energie.

Die in frisch gemahlenem Vollkornmehl reichlich enthaltenen Ballaststoffe sind für den menschlichen Körper keineswegs sinnloser „Ballast“, wie man aufgrund der Bezeichnung vermuten mag.
 
Ballaststoffe erfüllen besonders wichtige Aufgaben während des Verdauungsvorgangs.Durch eine lange Verweildauer im Magen, sorgen sie für ein andauerndes Sättigungsgefühl und die Darmfunktion wird angeregt.

Auf was muss man beim Mahlen achten?

Ganze Getreidekörner können etwa ein Jahr lang gelagert werden, ohne dass man Qualitätseinbußen befürchten muss. Hierzu muss es jedoch unbedingt trocken gelagert werden. Ein feuchtes Korn ist sehr anfällig für die Bildung von Schimmelpilzen und den Befall von schädlichen Insekten. Das Getreide ist dann nicht mehr verwertbar.

Zum Mahlen müssen die Körner unbedingt trocken sein um ein Verkleben des Mahlwerks in der Getreidemühle zu verhindern.

Ein einfacher Test gibt hier Klarheit:

Legen sie eine Handvoll Getreidekörner auf die Arbeitsplatte oder eine andere harte Unterlage und üben Sie etwas Druck auf die Körner aus. Bricht das Korn nun hörbar, dann ist es trocken genug, um in der Getreidemühle vermahlen zu werden.

Das Getreide sollte auf alle Fälle „atmen“ können. Es muss also auf jedem Fall ein Sauerstoffaustausch ermöglicht werden. Diesen erlangt man durch die Lagerung in Leinentaschen oder Jutesäcken. Auch eine Holzkiste eignet sich zur Vorratshaltung von Getreidekörnern.
Auf keinem Fall sollten die Körner in luftdicht schließenden Plastikbehältern oder –tüten aufbewahrt werden. Vorteilhaft ist es, wenn man ab und an die Säcke bzw. Kisten schüttelt, um die Körner in ihrem Behältnis zu wenden.
Auch die Lagertemperatur spielt eine wichtige Rolle. Hier sollte auf eine relativ gleichbleibende Temperatur unter 20°C geachtet werden. Bevor Sie das Korn zu Mehl vermahlen, muss das Getreide durchgesehen werden. Eventuell vorhandene Fremdstoffe müssen vor dem Mahlen entfernt werden.

Auf jedem Fall macht es aber Sinn, das Getreide stets frisch und nur nach Bedarf zu mahlen, denn so haben Sie die ganze Fülle an Nährstoffen und ein unnachahmliches, frisches Aroma für Ihre Backwaren, Teiglinge, Nudeln und Co.
Ein frisch gemahlenes Mehl lässt sich nicht lange lagern, ohne hohe Qualitätseinbußen in Geschmack und Vitalstoffanteil zu verzeichnen. Der hohe Anteil an Vitaminen und hochwertigen Nährstoffen der Keimlinge ist nur im frisch gemahlenen Mehl in vollem Umfang vorhanden.

Mittlerweile gibt es verschiedenste Ausführungen und Modelle von Kornmühlen in unterschiedlichen Größen, die Sie nach Ihrem persönlichen Bedarf auswählen können. Meist haben Reformhäuser geschultes Personal, das Ihnen bei der Auswahl hilfreich zur Seite steht.

Bildquelle: Günter Havlena/pixelio.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bestseller Nr. 1Bestseller Nr. 1 Bio-Zentrale Linsen rot, 500 g