Getreideprodukte

Speisestärke

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Speisestärke ist uns allen ein Begriff aus der Küche. Sie findet zum Binden von Soßen oder beim Backen Verwendung. Die Stärke verleiht dem Gebäck ein gutes Bindevermögen und Flüssigkeiten werden angedickt und fein sämig. Da Stärke nahezu geschmacksfrei ist, verfälscht sie nicht die geschmacklichen Eigenschaften des Endprodukts.

Aber was ist Speisestärke überhaupt?

Bei Speisestärke handelt es sich um ein weißes Pulver, welches ursprünglich aus Pflanzen gewonnen wird und geschmacksneutral ist.

Sie entsteht durch die Verbindung vieler Glucose-Bausteine. Damit entstehen Kohlenhydrate (= Stärke). In warmem Wasser quillt diese Stärke auf und erhält Bindungseigenschaften. Diese Bindungseigenschaften sind es, aufgrund derer sie seit vielen Jahrhunderten einen festen Platz in so gut wie jeder Küche hat. Stärkepulver sollte jedoch nie pur in stark kochende Speisen gegeben werden. Besser ist, man rührt sie in etwas lauwarme Flüssigkeit ein und gibt sie erst danach zu den Soßen oder Speisen.

Arten von Speisestärke

Speisestärke wird nur von Pflanzen gewonnen. Dabei sind die folgenden Sorten die häufigsten:

  • Kartoffelstärke
  • Maisstärke
  • Reisstärke
  • Weizenstärke

Für Kochrezepte werden vorwiegend Speise-Stärken aus Mais oder Kartoffeln verwendet. Diese sind sehr fein und rein. Dadurch wird eine vielseitige Einsetzbarkeit möglich.

Speisestärke beim Backen

Beim Backen bewirkt die Speisestärke eine Art Veredelung des Gebäcks. Durch sie wird der Teig lockerer gebacken. Gerade in Verbindung mit Eiern wird der Teig zudem schön fluffig. Auch optisch bewirkt es Positives für den Teig, er erscheint nämlich wesentlich feiner und zarter. Das Pulver wird vor allem beim Biskuit – und Rührteig verwendet.

Andere Anwendungsgebiete

Speisestärke wird nicht nur beim Backen und Kochen verwendet. Unter anderem auch in anderen Bereichen des Haushaltes wird Speisestärke genutzt.

Als eine Art von Möbelpolitur wird das Pulver beispielsweise mit einem weichen, feuchten Lappen eingerieben. Des Weiteren kann es in Verbindung mit Wasser auch als Fleckenentferner genutzt werden. Außerdem kann man es gut zum Reinigen von Glas und Spiegel oder auch als natürlichen WC-Reiniger verwenden.

Auch in anderen Alltagssituationen kann die Stärke helfen. Zum Beispiel beim Knoten lösen oder als Bastelkleber. Genauso wird sie in der Kosmetik genutzt. Gemeinsam mit Natron und Kokosöl zum Beispiel als homemade Deodorant, zur Vorbeugung von Blasenbildung (Stärke in den Socken), in selbst hergestellten Badekugeln oder als Trockenshampoo.

Alternativen zur Speisestärke

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Wer keine Speisestärke im Haus hat, kann auch Alternativen verwenden. Für das Andicken von Soßen kann beispielsweise einfaches Mehl verwendet werden (vorher mit Wasser glattrühren, um die Klumpenbildung zu vermeiden). Andere Alternativen sind Flohsamenschalen, Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl.

Bei süßen Rezepten können die bereits genannten Alternativen ebenfalls genutzt werden. Als Austausch in Süßspeisen kann zudem fertiges Puddingpulver zum Einsatz kommen, denn auch dieses ist ein gutes Bindungsmittel.

Verwendung der Stärke

Speisestärke ist sehr einfach verwendbar. Sie wird in der Regel einfach eingerührt (in Saucen) oder mitgebacken (bei Backwaren). Zur Not kann man auch auf der Packung nachlesen, wie man diese am besten verarbeitet.

Historie der Verwendung von Stärke als Lebensmittel

Bei Stärke handelt es sich um eines der wichtigsten Kohlenhydrate, welches seit jeher in der Ernährung des Menschen Platz findet. Bereits in der Antike (ca. 1.000 bis 500 n.Chr.) ist Stärke als Lebensmittel bekannt.

Damals begannen die Menschen, sich mit Viehzucht und Ackerbau zu befassen. Dabei wurde Stärke zunächst aus Reis bzw. Weizen gewonnen. Im 15. und 16 Jahrhundert begann die Gewinnung aus Kartoffeln.

Bis ins späte Mittelalter hinein war die Herstellung von Speisestärke allerdings vielerorts relativ unbekannt. Das änderte sich erst im beginnenden Industriezeitalter. In diesem wurden entsprechende Apparaturen und Maschinen entwickelt, die Stärke immer wichtiger gemacht haben.

Gesundheitlicher Aspekt

Stärkehaltige Lebensmittel werden ausschließlich aus Pflanzen gewonnen. Trotzdem ist vom Verzehr in zu großen Mengen abzuraten. Vom chemischen Standpunkt her ist Stärke reiner Zucker. Obwohl die Aufnahme nicht zu hoch gewählt werden soll, stellt Speisestärke an sich kein gesundheitliches Risiko dar.

Ein Experiment mit Speisestärke und Wasser

Habt ihr schon einmal etwas von Oobleck gehört? Im Prinzip ist es ganz einfache Speisestärke, die mit Wasser gemischt wird. Es entsteht daraus ein nichtnewtonsches Fluid, dessen Viskosität sich verändern kann. Was man damit anstellen kann, zeigen euch die lustigen Experimente im Video.

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