Getreideprodukte

Grieß

grieß

Grieß ist ein Getreideprodukt, das die meisten von uns bereits in ihrem Babyalter verfüttert bekommen, wenn es mit Milch zu einem Brei verkocht wurde. In der Regel wird er aus Weizen hergestellt, es gibt aber auch die Möglichkeit, ihn aus Mais zu kochen.

Das Wichtigste in Kürze: das gibt es über Grieß zu wissen

  • Grieß ist besonders verträglich, weshalb er sich auch so gut für die Verfütterung an Säuglinge eignet.
  • Mit nur sieben Gramm Ballaststoffen besitzt er zwar weniger als es bei Vollkornmehl der Fall wäre, aber zumindest 20 % des Tagesbedarfs können schon mit 30 Gramm davon gedeckt werden.
  • Grieß ist reich an Vitamin B3, was im Stoffwechsel des Menschen eine tragende Rolle spielt.
  • Rund elf Gramm Eiweiß sind in 100 Gramm enthalten – das ist eine ganze Menge!
  • Acht geben muss man dafür auf die Kohlenhydrate, denn knapp 70 Gramm davon befinden sich dafür in 100 Gramm.

So wird Grieß hergestellt

Die Herstellung ist ähnlich wie die Mehlherstellung. Allerdings wird die Mühle bei der Grießherstellung anders eingestellt. Bei diesem Vorgang entsteht gleichzeitig noch eine feiner Mehlfraktion. Diese kann später ausgesiebt und als Mehl verwendet werden. Der Müller kann bei der Herstellung die Einstellungen am Walzenstuhl so einstellen, dass entweder mehr Grieß oder mehr Mehl bei der Vermahlung entsteht.

Hier gibt es unterschiedliche Größenklassen. Diese entstehen in einer Grießputzmaschine. Dabei wird er zudem in geputzten und ungeputzten Grieß unterschieden. Beim ungeputzten wird er nicht von den Schalen des Weizenkornes befreit.



Die einzelnen Größenklasse sind die folgenden:

  • grobes Korn (600–1000 µm)
  • mittleres Korn (475–600 µm)
  • feines Korn (300–475 µm)

So wird er verwendet

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Bei der Verwendung wird zwischen dem feinen und dem groben Grieß unterschieden. Aus den unterschiedlichen Grießklassen können unterschiedliche Produkte hergestellt werden.

Hartweizengrieß wird hauptsächlich für die Herstellung von deftigen und herzhaften Mahlzeiten verwendet. Weichweizengrieß wird hauptsächlich für Süß- und Breispeisen genutzt.

Sehr feiner dagegen wird als Weichweizengrieß oft für Desserts und Süßspeisen oder für Kindernahrung verwendet. Auch beim Kuchen backen und vor allem in der Knödel Herstellung wird feiner Grieß anstelle von Mehl genutzt. In Süddeutschland wird Grieß oft auch unter der Bezeichnung Knödelmehl verkauft.

Um 1970 wurde in Österreich etwas feinerer Grieß als Kindergrieß bekannt. Durch das kleinere Korn quillt dieser schneller auf und kann besser in die Milch gerührt werden. Der Kindergrieß kann letztendlich besser durch einen Sauger mit kleinem Loch gesogen werden als der Normalgrieß.

Heute muss der Brei nicht mehr richtig selbst gekocht werden, da es ihn für Babies und Kleinkinder als Instanderzeugnis gibt.

Hartweißengrieß, also sehr grober Grieß, wird hauptsächlich für die Teigwarenproduktion genutzt. Insbesondere wird dieser Grieß für die Nudelherstellung genutzt. Aber auch für Grießsuppe, Knödel, Pudding, Schmark und Grießnocken kann Hartweißengrieß genutzt werden.

Wie gesund ist Grieß?

Grieß unterstützt unter anderem die Verdauung und ist gut bekömmlich. Er enthält nur 7 Gramm Ballaststoffe, das ist weniger als in Vollkornmehl. Die feinen Körnchen sind sehr viel leichter verdaulich als z. B. ganze Körner oder Grütze. Daher ist er ideal für alle, die einen empfindlichen Magen oder Darm haben. Diese vertragen es viel besser als Getreide in einer anderen Form.

Grieß enthält zudem viel Niacin (Vitamin B3). In 100 Gramm stecken dabei ein Viertel des Tagesbedarfes an Niacin.

Des Weiteren liefert er auch Protein. Je 100 Gramm sind knapp 11 Gramm Eiweiß enthalten. Besonders gesund ist er auch in Kombination mit Milchprodukten. So erhält der Körper gleichzeitig tierisches und pflanzliches Eiweiß.

Wer sollte aufpassen?

Grieß enthält Gluten. Daher sollte jeder, der Klebereiweiß nicht verträgt, vorsichtig sein. Des Weiteren enthält er viele Kohlenhydrate. Daher sollten auch Diabetiker und Low-Carb-Fans ihn besser nur in Maßen genießen.

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