Getreideprodukte

Müsli

müsli

Das Müsli ist wohl eines der bekanntesten Endprodukte, die sich aus Getreide ergeben. Gerade deshalb gibt es auch eine Vielzahl an Sorten. Aber wo findet es überhaupt seinen Ursprung?

Die Geschichte des Müsli – sein Ursprung in der Schweiz

Um 1900 herum war es der Arzt und Ernährungsreformer Maximilian Oskar Bircher-Benner aus dem Schweizer Kanton Aargau, der erstmals eine komplexe Mahlzeit kreierte, die er als Apfeldiätspeise bezeichnete. Sein eigentliches Ziel war es, eine Vollwertdiät mit frischen Obstsorten zu kreieren, dazu kamen Haferflocken, Haselnüsse oder Mandeln und Wasser mit etwas Zitronensaft. Erst kurz vor dem Servieren wurden die Obststücke hinzugefügt. Kurze Zeit später erhielt es den Namen Birchermues, eine weitere Bezeichnung lautete Birchermüesli. Es dauerte nicht lange, bis die Deutsche Abwandlung Müsli bekannt war.

Das Originalrezept – so wurde es ursprünglich zubereitet

  • 1 EL Haferflocken müssen in 3 EL Wasser zwölf Stunden lang einweichen.
  • 1 EL Zitronensaft und 1 EL gezuckerte Kondensmilch werden hinzugefügt und alles vermischt. Dann kommen zwei Äpfel mit einem ungefähren Gesamtgewicht von 400 Gramm und einem möglichst säuerlichen Geschmack hinein. Wichtig ist, dass das Müsli bereits serviert wird, bevor das Fruchtfleisch braun wird.
  • Davor kommen noch entweder Haselnüsse oder Mandeln darüber, 1 EL voll, gerieben.

Das Müsli heute – so unterscheidet es sich mittlerweile

Heute gibt es zahlreiche Sorten Müsli. Grundlage sind nach wie vor die Haferflocken, dazu kommen weitere Getreidesorten und verschiedenste Früchte. Meist sind es Trockenfrüchte, wie Rosinen oder allgemeines Trockenobst, um eine möglichst schnelle Zubereitung ermöglichen zu können. Auch Nüsse werden immerzu hinzugefügt, um eine gute Kombination aus Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten. Dennoch werden viele Sorten heutzutage oft sogar mit zusätzlichen Nährstoffen verfeinert, um dafür Schokostückchen oder andere süße Zutaten beifügen zu können. Dass diese Müslisorten nicht die gesündesten sind, liegt natürlich auf der Hand.

Wie gesund ist es wirklich?

Müsli 83

Wer sein Müsli nicht selbst mischt, läuft unter Umständen Gefahr, eine ungesunde Mischung aus zu viel Zucker und Fett zu erhalten. Nicht selten befinden sich Palmöl und künstliche Zusatzstoffe in den Fertigmischungen, die dafür sorgen sollen, dass das Produkt haltbar bleibt. Selbst Bio-Produkte sind hiervon oft nicht ausgenommen.

Auch wenn nicht ausdrücklich Zucker auf der Packung draufsteht, so ist jede Menge davon enthalten. Vor allem dann, wenn sich einer der folgenden Begriffe in den Inhalten findet:

  • Dextrose
  • Fruktose
  • Gerstenmalzextrakt
  • Glucose
  • Glukosesirup
  • Honig
  • Invertzuckersirup
  • Karamellsirup
  • Karamellzuckersirup
  • Maltodextrin
  • Saccharose

Am besten wird es daher selbst aus unterschiedlichen Getreidesorten und frischem Obst gemischt.

Müsli selbst zusammenstellen – das braucht es dafür

Folgende Getreidearten eignen sich sehr gut für die Zusammenstellung von Müsli:

Diese werden in Flockenform gemischt, am besten zwischen einem und drei Esslöffel davon. Eine Portion Müsli umfasst mit sämtlichen Zutaten rund 70 bis 100 Gramm, dabei kommt es aber darauf an, wann die nächste Mahlzeit eingeplant ist.

Als Fruchtzusatz können entweder frische, tiefgefrorene oder getrocknete Früchte eingesetzt werden. Wichtig ist, dass sie Vitamine und Mineralien liefern, daher sind Beeren, Äpfel und Birnen die häufigsten Sorten, die hier zum Einsatz kommen.

Zu guter Letzt braucht es noch einen Esslöffel voll geriebener Nüsse. Alternativ können auch Samen verwendet werden. Neben den üblichen Haselnüssen und Mandeln sind daher auch Walnüsse, Leinsamen oder auch Sonnenblumenkerne gut für ein Müsli geeignet, da sie hochwertige und ungesättigte Fettsäuren beinhalten.

Kommentare

Klicken zum kommentieren